THL 5 / VU, mehrere LKW / mit eingeklemmten Personen, A6, Waidhaus

Am Dienstag, früher Abend, Alarmierung "THL 5 / VU, mehrere LKW / mit eingeklemmten Personen" auf die A6 bei Waidhaus. Zwischen der AS Waidhaus und dem PP Ulrichsberg war ein Lkw auf einen weiteren Lkw aufgefahren. Das auffahrende Fahrzeug geriet in Brand, der Fahrer konnte von zwei vorbeikommenden Bundespolizeibeamten aus dem Fahrerhaus gezogen werden (näheres zum Unfallgeschehen siehe im nachfolgenden Einsatzbericht der FF Pleystein).

Unser Auftrag war zunächst die Absicherung der Einsatzstelle gegen den vom Grenzübergang kommenden Verkehr. Wegen der Brandentwicklung wurde die Autobahn total gesperrt, in Folge baute sich wegen der derzeit gesperrten Ausfahrt Waidhaus der Rückstau bis nach Tschechien auf. Dort leitete schließlich die tschechische Polizei den Verkehr zum Landstraßenübergang und damit durch Waidhaus um. 

Nachdem der Einsatz des VSA durch den Stau bis zur Grenze nicht mehr möglich war, stellten die Kameraden im TLF diesen ab und beteiligten sich an den Löscharbeiten.

Um Arbeitsraum zu schaffen und wegen der Rauchentwicklung wurde von den Verantwortlichen auch die Gegenfahrbahn Richtung Grenze gesperrt. Die nachgeforderte FF Oberköblitz übernahm mit ihrem VSA die Ausleitung an der AS Pleystein.

Im weiteren Verlauf wurde mit TLF und VSA eine Vorbeileitung des Verkehrs ermöglicht. Diese wurde schließlich von der Autobahnmeisterei übernommen, damit unsere Aktiven nach über 3 Stunden zum Gerätehaus zurückkehren konnten.

Bild 1: FF Pleystein, Bild 2: VPI Weiden, Bilder 3 - 9: FF Vohenstrauß, Bild 10: Joerg Koch/Bayerische Staatskanzlei auf onetz.de

Einsatzbericht der Feuerwehr Pleystein auf der Homepage:

THL 5, VU mehrere LKW Person eingeklemmt

Am Dienstagabend wurden wir zusammen mit den Feuerwehren aus Waidhaus, Vohenstrauß, Eslarn, Moosbach und Oberköblitz zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A6 alarmiert. Laut der ersten Meldung über Funk sollte eine Person in einem brennenden Lkw eingeklemmt sein. Glücklicherweise bestätigte sich diese dramatische Lage nicht, da der Fahrer noch vor unserem Eintreffen von zwei Bundespolizisten aus dem brennenden Führerhaus gerettet werden konnte.

Ein Gliederzug musste verkehrsbedingt auf der A6 in Fahrtrichtung Nürnberg anhalten. Ein nachfolgender Lkw konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte ungebremst auf den stehenden Gliederzug auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Fahrerkabine des auffahrenden Lkw stark deformiert, und der Anhänger des Gliederzugs wurde abgerissen. Der auffahrende Lkw geriet in Brand. Der schwer verletzte Fahrer wurde nach der Rettung durch die Polizisten vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert.

Mit unserem TLF 4000 speisten wir gemeinsam mit den anderen Feuerwehren das HLF der Feuerwehr Waidhaus, die bereits mit den Löschmaßnahmen begonnen hatte......

Bericht auf onetz.de:

https://www.onetz.de/oberpfalz/pleystein/6-derzeit-zwischen-pleystein-waidhaus-gesperrt-id4969282.html

Bericht  auf oberpfalzecho.de:

https://www.oberpfalzecho.de/beitrag/schwerer-lkw-unfall-sorgt-fuer-vollsperrung-auf-a6

Am 23.04.2026 interessante Ergänzung auf onetz.de zu diesem Einsatz: 

Waidhauser Bundespolizisten für Lebensrettung geehrt

Zwei Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben die Bayerische Rettungsmedaille für ihren mutigen Einsatz bei der Rettung eines Lkw-Fahrers auf der A 6 erhalten. Dabei hatten sie auch ihr eigenes Leben riskiert.

von Thorsten Schreiber

Bildunterschrift zu Bild 10: aus onetz.de: Christian Ach und Johannes Weigandt (von links) haben von Ministerpräsident Markus Söder Bayerische Rettungsmedaille erhalten.

Johannes Weigandt und Christian Ach von der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben für einen außergewöhnlich mutigen Einsatz unter Lebensgefahr die Bayerischen Rettungsmedaille bekommen. Die Auszeichnung würdigt laut einer Pressemitteilung ihr entschlossenes Handeln bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 6 im November 2024, bei dem ein Lastwagen am Stauende wegen Grenzkontrollen aufgefahren war. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und geriet in eine lebensbedrohliche Lage. Die beiden Bundespolizisten waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und handelten sofort.
Ohne zu zögern begaben sie sich in das stark beschädigte Führerhaus, um den Mann zu befreien. Während der Rettungsmaßnahmen geriet das Fahrzeug in Brand. Die Flammen breiteten sich schnell aus. Dichter Rauch und extreme Hitze erschwerten die Rettung erheblich und brachten die Beamten selbst in akute Gefahr. Trotz dieser lebensbedrohlichen Umstände setzten die beiden ihre Rettungsmaßnahmen konsequent fort und befreiten den Fahrer schließlich aus dem Fahrzeug, heißt es in der Mitteilung weiter. Nur kurze Zeit später stand der Lastwagen in Vollbrand.
Mit ihrem Handeln bewiesen die Beamten außergewöhnlichen Mut, Entschlossenheit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Ihr Einsatz ging deutlich über die regulären Dienstpflichten hinaus und rettete dem Fahrer das Leben. Für diesen Einsatz verlieh Ministerpräsident Markus Söder den beiden Bundespolizisten nun in der Bayerischen Staatskanzlei die Bayerische Rettungsmedaille verliehen. Die Auszeichnung zählt zu den höchsten Ehrungen im Freistaat für die Rettung von Menschenleben und unterstreicht die besondere Bedeutung dieses Einsatzes.

Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung Funkwecker, kleine Schleife (Zug I,II)
Einsatzstart 19. November 2024 17:37
Einsatzdauer 03:31
Fahrzeuge KdoW
TLF 3000
RW 2
MTW
VSA
Alarmierte Einheiten FF Waidhaus
FF Eslarn
FF Pleystein
FF Moosbach
UG-ÖEL Lkr.NEW
THW Weiden
FF Oberköblitz (SAD)
FF Vohenstrauß