Das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Böhmischbruck verwandelte sich kürzlich in einen dicht besetzten Hörsaal. 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der FFW Böhmischbruck und FFW Vohenstrauß waren der Einladung zum Motorsägenkurs Modul A gefolgt. Kommandant Andreas Sax begrüßte die Besucher und zeigte sich erfreut über das große Interesse an der wichtigen Fortbildung.
Auch Stephan Stangl von den Bayerischen Staatsforsten hieß die Anwesenden willkommen, bevor er das Wort an den Ausbilder Markus Schneider (BaySf) übergab.
Ziel der theoretischen Unterweisung war es, ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Gefahren beim Umgang mit der Motorsäge zu schaffen und geeignete Schutzmaßnahmen zu vermitteln. Mit großem Fachwissen erklärte Markus Schneider die richtige Vorbereitung von Arbeitsaufgaben sowie Wartung, Funktion und Sicherheitsaspekte der Motorsäge.
Besonders praxisnah waren seine Hinweise zur persönlichen Schutzausrüstung. Schnittschutzhose, Lederhandschuhe, geeigneter Helm mit Gesichts- und Gehörschutz sind unerlässlich für ein sicheres Arbeiten. .....
Am Nachmittag übernahm Simone Zierer von der Berufsgenossenschaft den Unterricht. Eindringlich schilderte sie die Gefahren bei der Waldarbeit und appellierte, Erste-Hilfe-Kurse regelmäßig aufzufrischen. Sie fragte gezielt nach der Kenntnis von Rettungstreffpunkten, stellte hilfreiche Apps wie „Hilfe im Wald“ vor und verteilte interessante Informationsbroschüren. Mit teils erschreckenden Bildern machte sie deutlich, dass viele Unfälle meistens durch Unachtsamkeit und Leichtsinn passieren.
Der Praxisteil führte die Teilnehmer in kleinen Gruppen über mehrere Tage in ein Waldgebiet am Penzach. .....
Unter der Einweisung und Anleitung von Fachmann Markus Schneider stand der sichere Umgang mit der Motorsäge im Mittelpunkt. ..... Geübt wurden der richtige Start der Säge, eine sichere Körperhaltung, sowie die optimale Arbeitsposition. Schneider demonstrierte verschiedene Schnitttechniken, Trenn- und Ablängeschnitte am liegenden und stehenden Holz. Besonderes Augenmerk legte er auf das Erkennen von Druck- und Zugseite, Vor- oder Seithänger sowie auf den Umgang mit Spannungen im Holz. Auch die Vermeidung von Einklemmen und Rückschlag war ein zentrales Thema.
Streng wurde auf die Einhaltung aller Sicherheitsregeln geachtet. Der Ausbilder kontrollierte die korrekte Nutzung der persönlichen Schutzausrüstung, forderte Sicherheitsabstände ein und schärfte den Blick für Gefahren im unmittelbaren Arbeitsumfeld. Ebenso wichtig war ihm die richtige Arbeitsorganisation. Wie wird der Arbeitsplatz eingerichtet? Und vor allem, wie entscheidend sind Teamarbeit und klare Kommunikation, wenn mehrere Personen gleichzeitig tätig sind.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten eine fundierte und praxisnahe Ausbildung. Trotz der teils körperlich anstrengenden Vorgaben verstand es Markus Schneider, die Inhalte mit spürbarem Engagement und Herzblut zu vermitteln. Am Ende der umfangreichen und unfallfreien Ausbildertage war der Stolz bei allen deutlich zu spüren. Man hatte nicht nur etwas für den Wald und die Natur getan, sondern vor allem für die eigene Sicherheit und für mehr Professionalität im späteren Einsatzdienst.
Ein besonderer Dank galt dem Kommandanten Andreas Sax, der die Organisation übernommen, Räume bereitgestellt sowie Einladungen und Teilnehmerlisten koordiniert hatte. Auch seine Frau Marina trug zum Gelingen bei und kümmerte sich um das leibliche Wohl der Kursteilnehmer. .....
Bericht und Bilder von Gabriele Buchbinder auf oberpfalzdaheim.de
GS
