Mit Klaus Rupprecht verliert der Ortsteil Altenstadt/Vohenstrauß einen engagierten Mitbürger. Vor allem die Feuerwehr lag ihm am Herzen. Rupprecht verstarb mit 59 Jahren.
Nachruf von Elisabeth Dobmayer auf onetz.de:
Es gibt Menschen, deren Wirken weit über ihre Ämter hinausreicht. Klaus Rupprecht war ein solcher Mensch. Sein überraschender Tod im Alter von 59 Jahren erschüttert über den Ort hinaus. „Immer für alle dagewesen. Immer das Beste gewollt. Immer das Beste gegeben. Wir haben mit Dir das Beste verloren.“ Mit diesen Worten beschreibt seine Familie in der Traueranzeige einen Menschen, der sein Leben in den Dienst anderer stellte.
Mit Klaus Rupprecht verliert die Freiwillige Feuerwehr Altenstadt ihren Kommandanten, aber auch einen Kameraden, Mentor und Ideengeber. Über 24 Jahre trug er Verantwortung in der Führung der Wehr – zunächst zwölf Jahre als stellvertretender Kommandant, anschließend seit zehn Jahren als Erster Kommandant. Wer mit ihm zusammenarbeitete, schätzte seine Genauigkeit, sein technisches Fachwissen und seinen unermüdlichen Einsatz. „Die Feuerwehr war sein Leben“, sagt seine Ehefrau Christine. Dieses Ehrenamt erfüllte er mit außergewöhnlicher Leidenschaft. Unzählige Stunden investierte er in Ausbildung, Organisation und Technik. Generationen von Feuerwehrleuten führte er an Leistungsprüfungen heran und vermittelte ihnen fachliches Können und Verantwortungsbewusstsein.
Seine technische Begeisterung prägte die Wehr. Als ein neues Einsatzfahrzeug benötigt wurde, plante Klaus Rupprecht die Ausstattung bis ins kleinste Detail und erarbeitete die diffizile Ausschreibung. Besonders am Herzen lag ihm die Nachwuchsarbeit. Auf seine Initiative entstand 2018 die Kinderfeuerwehr Altenstadt, die von seiner Tochter Rebecca geleitet wurde. Damit schuf er die Grundlage dafür, junge Menschen früh für das Ehrenamt zu begeistern.
Noch vom Krankenbett aus organisierte er in den vergangenen Wochen Aufgaben, stand seinem Stellvertreter Christoph Gollwitzer mit Rat zur Seite und beschäftigte sich mit der Anschaffung eines neuen Notstromaggregats. Auch beruflich genoss Rupprecht große Wertschätzung und Anerkennung. Als Senior Hardware Engineer Controls bei TGW Logistics in Teunz galt er als kompetenter und verlässlicher Mitarbeiter. Ob Computer, Telefonanlagen oder komplexe Steuerungstechnik – auf seine Unterstützung mit Geduld und Sachverstand konnte man jederzeit zählen.
Neben der Technik interessierten ihn auch Astrologie und der Flugverkehr. Vor allem aber war er ein Familienmensch. Seine Ehefrau Christine und Tochter Rebecca verlieren einen liebevollen Ehemann und Vater. Eine besondere Verbindung bestand darin, dass alle drei am 5. Mai Geburtstag haben.
Am Donnerstag, 9. Juli, nimmt die Trauergemeinde um 15 Uhr in der Simultankirche in Altenstadt Abschied von Klaus Rupprecht. Anschließend wird er auf dem Friedhof in Vohenstrauß beigesetzt.
Archivbild: Elisabeth Dobmayer
Die Feuerwehr Vohenstrauß trauert mit den Kameradinnen und Kameraden unserer Nachbar-Feuerwehr Altenstadt.
Bei der Beisetzung erwiesen weit über 100 Kameradinnen und Kameraden aus allen Feuerwehren der Großgemeinde, Führungskräfte von Wehren benachbarter Gemeinden sowie die Landkreisführung mit KBR Marco Saller, KBI Martin Weig und KBM Christian Demleitner dem Verstorbenen die letzte Ehre.
Das von Klaus Rupprecht maßgeblich konzipierte Löschfahrzeug der FF Altenstadt stand mit Trauerflor in der Nähe des Grabes.
